Collegium musicum Koeln: KölnerKinderUni-Chor
                     
 

Projekte

 


2018 Produktion eines Videoclips mit Coverversion Udo Lindenberg

 

Mit Erlaubnis von Udo Lindenberg wird der KölnerKinderUni-Chor im Jahr 2018 eine Coverversion des bekannten und zeitgemäßen Liedes "Wozu sind Kriege da" einüben und als Videoclip produzieren.

 

Die Erstellung des Clips wird u.a. vom Fotografen David Schuschkleb sowie der HvB Ton mit gefördert.

 



2018 Robin Hood und die Diebe des Königsforst 

 

Als Fortsetzung des 2015 sehr erfolgreichen Musiktheaters „Melusine – die Rheinnixe“ ist für 2018 das Musiktheater „Robin Hood“ geplant. Alle Chöre und Solopartien werden von den Kindern übernommen. Der mittelalterliche Stoff wird für das Projekt als Libretto verfasst und neu vertont. 

 

Robin Hood ist namentlich in England ab dem 13. Jahrhundert nachweisbar. Ab dem 15. Jahrhundert erfreute sich der Stoff in zahlreichen Balladen großer Beliebtheit und wurde seit dem 18. Jahrhundert zunehmend als Oper vertont. Den Schülerinnen und Schülern ist der Stoff hingegen wahrscheinlich durch eine Reihe von Verfilmungen in Serien und dem Hollywoodkino des 20. und 21. Jahrhunderts vertraut. Dr. Matthias Burchardt, Akademischer Rat der Bildungswissenschaften der Uni Köln, wird die bei „Melusine“ entstandene Zusammenarbeit fortsetzen und den Stoff für das Projekt inhaltlich aktualisiert und auf die Stadt Köln bezogen neu erzählen. Dabei werden zahlreiche gesellschaftlich relevante Themen im Stück erkennbar, etwa die Frage nach sozialer Gerechtigkeit, den Unterschied von Recht und Gerechtigkeit, Unterschiede in der gesellschaftlichen Ordnung zwischen Mittelalter und heutiger Zeit. Diese Dimensionen des Stückes bieten den Kindern in der Erarbeitung Bildungsgelegenheiten, die in verschiedenen Seminaren der KölnerKinderUni von Fachdozenten wissenschaftlich fundiert vertieft werden.

 

 

Erzählung: Der Plot in aller Kürze
Keine guten Zeiten für die Menschen auf der Schäl Sick: Fürst Raimund Bayer zu Leverkusen treibt bei den Dörflern Steuern ein, um seine Körperfülle und seinen maßlos ausschweifenden Lebensstil zu unterhalten. Obwohl die Menschen hart arbeiten und klug wirtschaften, scheinen sie durch den gierigen und kaltherzigen Raimund doch zu ewiger Armut verdammt zu sein. In diesem Jahr jedoch wird alles anders. Während die Kinder auf dem Dorfplatz in aller Unschuld spielen und tanzen, erscheinen wieder die Männer Raimunds, demütigen die Dörfler und nehmen Säcke mit Geld und  Naturalien an sich. Doch der Transport wird auf dem Rückweg nach Leverkusen überfallen. Robin Hood und die fröhlichen Gefährten überwältigen die Steuereintreiber und finden in der Kutsche auch Marianne, das Mündel des Vögtins. Mit der Beute und der Edeldame ziehen sich die Gesetzlosen in ihr Lager im Königsforst zurück und feiern ihren Coup. Mariannes Herz schlägt für den kühnen Robin Hood. Auch dieser verliebt sich das liebreizende Mädchen und bittet es, bei ihm im Wald zu bleiben. Sie befürchtet allerdings, dass ihr Vormund, die Vögtin, mit aller Gewalt Jagd auf die  Gefährten machen würde und kehrt schweren Herzens zurück nach Leverkusen.


Dort muss die Vögtin Raimund Rede und Antwort stehen für die geraubten Steuereinnahmen und das Ärgernis, das Robin Hood darstellt. Als Ausgleich für dessen Versagen verlangt Raimund, dass die Vögtin ihm sein Mündel, Marianne zur Frau gibt. Dankbar nimmt er diese Gelegenheit zur Rehabilitation auf. Die Hochzeit soll baldmöglichst stattfinden. Nach der Unterredung mit Raimund trifft die Vögtin auf die gerade heimgekehrte Marianne und teilt ihr mit, dass sie die Frau Raimunds werden soll. Marianne willigt ein, unter der Bedingung, dass die Vögtin im Fall der Fälle Robin Hoods Leben schonen möge.
Am folgenden Tag besuchen Robin Hood und die Gefährten das Dorf und verteilen dort zur Freude der Menschen die erbeuteten Reichtümer. Doch es gibt auch schlechte Kunde. Von den Dörflern erfährt Robin von der bevorstehenden Hochzeit. Er ist wie vor den Kopf geschlagen.
Zurück im Königsforst beraten die Gefährten, wie das Unheil abgewendet werden könnte. Man beschließt, dass sich Robin gemeinsam mit dem Barden Pitter am Polterabend als Gaukler verkleidet in die Burg Raimunds einschleichen sollen, um bei der ersten Gelegenheit die Braut zu entführen.
Am Vorabend der Hochzeit also erscheinen Robin und Pitter beim großen Bankett im Innenhof der Festung. Sie werden von Raimund aufgefordert, die Festgemeinde durch Darbietungen zu unterhalten. Pitter gibt sein Bestes, doch Robin blamiert sich als völlig unfähiger Gaukler. Die beiden fliegen auf, Pitter kann fliehen, doch Robin kommt in die Kerkerzelle. Raimund verlangt seine Hinrichtung am Morgen der Hochzeit.

Die verzweifelte Marianne erinnert die Vögtin an ihr Versprechen. Listig schlägt diese einen Wettkampf zwischen Raimund und Robin vor, in der Gewissheit, dass dem kräftigen Bayer niemand gewachsen ist. Raimund behagt die Vorstellung, vor der Hochzeit seiner jungen Braut seine Macht zu demonstrieren. Marianne aber ist das ganze Spiel zuwider. Sie stiehlt sich heimlich fort in
den Königsforst. Dort trifft sie auf die Gefährten, denen ohne ihren Anführer jeglicher Mut abhanden gekommen zu sein scheint.
Kann sie gemeinsam mit den Gefährten und Dorfbewohnern das Blatt wenden?